Projektplanung

Als Projektentwickler begleiten wir das künftige Wohnprojekt über seinen ganzen Entstehungsweg – oder auch in Teilen davon. Das gibt der Projektgruppe Unterstützung in all den Bereichen, in denen ihr Fachkenntnisse fehlen oder bei denen die Mitglieder zusätzliche Kapazitäten benötigen.

Die Wünsche an das soziale Miteinander und das Wohnen in guter Nachbarschaft bestimmen den Vorbereitungsprozess für ein Wohnprojekt. Denn die Architektin oder der Architekt sind später auf klar formulierte Bauherrenwünsche angewiesen, um sachgerecht planen und bauen zu können. Eine gut strukturierte Projektvorbereitung hilft hier, Zeit und Kosten zu sparen. Der Architekt geht für seine Arbeit auf die Wünsche des Bauherren ein. Diese Wünsche erst zu entwickeln ist meist nicht seine Aufgabe.

Von der Gemeinschaft ausgehen, nicht vom umbauten Raum

Ausgangspunkt für jede Gruppe gemeinschaftlichen Wohnens ist die Erfassung der Bedürfnisse jedes Beteiligten. Daraus wird in einem gemeinsamen Moderationsprozess das Konzept für das Zusammenleben, das künftige Gebäude und dessen Bestandteile entworfen.

Wichtig für die Projektgruppe ist zu wissen, dass bereits in diesem frühen Stadium Kosten anfallen werden, für die Mittel zur Verfügung stehen müssen. Neben den Honoraren für eine eventuelle Gruppenmoderation, die professionelle Projektbegleitung und Miete (beispielsweise für einen Raum zum Treffen) können das auch Maklerhonorare für die Grundstückssuche und Ähnliches sein. Bewirbt die Gruppe sich in einer Wettbewerbs-Ausschreibung um ein Grundstück, fallen bereits auch Architektenkosten für einen ersten Planentwurf, für Zeichnungen und Werbematerial oder für Gebühren bei verschiedenen Verwaltungen an.

Planungsbeispiel Gemeinschaftsraum
Gut nachzuvollziehen ist der Projektplanungs-Prozess am Beispiel von Gemeinschaftsräumen. Bei der Konzeptentwicklung werden in der Regel verschiedene Gruppen entstehen, die unterschiedliche Wünsche haben: gemeinsam Essen vielleicht, Lesen, Musizieren oder Kinderbetreuung. Die Projektbegleitung hilft dabei zu klären, wieviel Platz für diese Aktivitäten benötigt wird. Die ausführliche Diskussion liefert Antworten auf die Frage, ob ein einzelner Gemeinschaftsraum ausreicht und wie er gestaltet werden sollte. Konkurrierende Nutzungswünsche können es sinnvoll machen, mehrere Gemeinschaftsräume zu schaffen. Und zuletzt lässt sich auch bestimmen, welche Auslastung der Flächen zu erwarten ist.

So lassen sich beispielsweise Dritte von Aussen mit in die Raumnutzung einbeziehen. Das gewünschte Bistro wird vielleicht erst wirtschaftlich tragfähig, wenn es auch als Treffpunkt für die Nachbarschaft vorgesehen ist. Oder die Kommunikationstechnik eines germeinsamen Arbeitsraums wird finanzierbar, weil auslastungsarme Zeiten mit Interessenten von aussen geteilt werden.

Der hohe Grad von Partizipation der Projektbeteiligten legt den Grundstein dafür, dass alle das Projekt als Teil ihrer eigenen Lebenswelt annehmen. Und er liefert dem Architekten oder der Architektin ein klares Anforderungsprofil für die Planung von Grundriss, Lage und Ausstattung der Wohnungen und der Gemeinschaftsflächen.

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